Ein Fußballgott als Heilsbringer?

Der VFC Plauen hat mal wieder für Schlagzeilen gesorgt – für positive diesmal! Ein leibhaftiger „Fußballgott“ kehrt quasi heim an seine erste richtig große Fußballstation seiner Karriere. Ingo Walther, zweitligaerprobtes Fußball-„Kampfschwein“, steht künftig bei den Plauener Regionalligisten an der Seitenlinie. Damit setzt der Verein ein Zeichen: Und zwar eines dafür, in welche Richtung man den Verein entwickeln will – in Richtung ehrliche, solide Arbeit. Alte Plauener Tugenden sollen mit dem neuen Gesicht verbunden werden.

Mit dem Coup soll es gelingen, Vertrauen in der Region zurück zu erobern. Wenn einer wie der untadelige Sportsmann Walther bereit ist, sich der großen Herausforderung zu stellen, dann sollte es doch auch für sonstige Gönner des VFC Plauen selbstverständlich sein, dass man den gemeinsamen Weg der Konsolidierung mit dem Verein gemeinsam gehen sollte. Hoffentlich zündet die Idee der sportlich Verantwortlichen, denn noch ist die finanzielle „Kuh noch nicht vom Eis“. Gut 100.000 Euro bedarf es laut Liquiditätsplan bis zum Ende der Saison. Vor vier Wochen waren das noch fast 140.000 Euro.

Man bewegt sich nach Auskunft der sportlichen Leitung und des Vorstandes ausschließlich auf Basis dieses Planes. Schließlich muss auch der Insolvenzverwalter jeden Vertragsschluss absegnen. Dass man sich mit „Fußballgott“ Ingo Walther bis 2016 vereinbart hat, zeugt davon, dass man langfristig denkt und keine erneuten Risiken eingeht. Auch in der Oberliga will man mit Ingo Walther zusammen arbeiten. Er wird nicht fürstlich bezahlt in seinem Amt. Er bleibt erst mal in Bayreuth wohnen und arbeitet bei der Post AG, sein Engagement in Plauen wird auf kleiner Flamme entlohnt. Auch hier dominiert Bescheidenheit. Diese Demut ist es, die den VFC Plauen in den nächsten Jahren begleiten sollte. Vielleicht kann daraus irgendwann wieder ein freundlicheres Image entstehen, vielleicht ein neuer sportlicher Aufschwung geboren werden. Das wird die Zeit zeigen.

Dass man beim VFC Plauen verstanden hat, worum es jetzt geht, zeigt sich aber immer deutlicher und macht nicht nur eingefleischten Fans Mut für die Zukunft – ganz egal, ob man die Rest-Saison nun um Punkte oder doch nur um die Ehre bestreiten wird.

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