Ministerin ahnungslos, aber vielleicht schon im Wahlkampfmodus – eine Glosse

Diese Vogtländer aber auch wieder. Zerreißen sich doch glatt die Mäuler darüber, dass die sächsische Hochschulministerin Eva-Maria Stange nach Plauen kommt und zum Thema der neuen gewünschten Studienrichtung „Mineralische Baustoffe“ nun aber sowas von nix zu sagen weiß, dass es weh tut. Man muss sich das ja wirklich mal vorstellen: Die gute Frau, die den Job nicht zum ersten Mal macht, hatte vermutlich erst mal damit gut zu tun, ihr Büromöbel wieder so hinzustellen, wie es 2006 bis 2009 dastand. Zwischenzeitlich hatte ja die Frau Schorlemmer mal im Ledersessel des Hochschulministerbüros Platz genommen.

Und dann musste sie ja auch noch die ganzen Briefe aus Plauen lesen, wo irgendwelche Meckerer und Nörgler aus Rathaus, Parteien, und Vereinen ihr in mehr oder minder poetischer Form ans Herz legten, dass die Landesausstellung Industriekultur doch gefälligst hier und nicht in Zwickau stattfinden solle, weil die Trabi-Städter ihr Horch-Hochhaus nicht rechtzeitig fertig sanieren können.

Zum guten Schluss kommt auch noch diese nervige junge Abgeordnete Pfeil aus Plauen und will unbedingt die Ministerin in ihre Heimatstadt locken. In der Folge fährt die Gute nun schon nach Plauen und dann fragen doch die Typen von der Zeitung tatsächlich nach, wie es denn mit der neuen Studienrichtung ausschaut. Da braucht so eine Ministerin doch schon ein bisschen Vorbereitung. Hätte sie sich vielleicht im Auto von Dresden nach Plauen für derartig freche und unerwartete Medienfragen ins Bild setzen lassen können?

Nein, vermutlich feilte sie da an ihrem Wahlprogramm, weil sie doch lieber am 7.Juni Oberbürgerin von Dresden werden mag. Und dass bis dahin die neue Studienrichtung durch die Frau Stange positiv beschieden werden müsste, ist bei der Arbeitsgeschwindigkeit eines Ministeriums ohnehin nicht zu befürchten…

2 Kommentare

  1. Susan Kölbel · Januar 23, 2015

    Man kann doch von unseren Politikern auch nicht zu viel verlangen…vor allem wenn man bedenkt, dass die Resorts, die sie bedienen recht ahnungslos antreten.
    Wie sonst kommt man vom Ministerium für „Famlie, Senioren, Frauen und Jugend“ über „Arbeit und Soziales“ (dieser Sprung ist ja noch nachvollziehbar) aber nun zum „Verteidigungsministerium“????
    Das muss mir mal jemand erklären!!!

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  2. Jens Holzmüller · Januar 23, 2015

    Die Frage habe ich mir auch schon oft genug gestellt. Sind Politiker Allroundtalente oder muss man von seinem Ministerressort keine Ahnung haben? Leider trifft viel zu oft das Letztere zu. Vielleicht würde die Verteidigungsministerin eine dringende Operation auch vom Koch der Krankenhaus Cafeteria machen lassen. Der kann mit Messern umgehen und zu Not könnte man ja eine richtige OP-Schwester hinzuziehen. Im Ministerium weiter unten gibt es ja auch Leute die wissen, was sie tun ..

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